Bester Camping-Gasgrill für den VW California

Welcher Camping-Grill passt am besten zum Bulli, Camper oder Wohnmobil? Genau diese Frage stellt sich spätestens dann, wenn der Grill wenig Platz wegnehmen, schnell aufgebaut sein und trotzdem genug Leistung bringen soll. Wir vergleichen drei Top-Seller von 50 bis 250 Euro.

Inhaltsverzeichnis:

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Unsere Camping-Grills im Vergleich

In diesem Vergleich geht es um drei kompakte Camping-Gasgrills aus unterschiedlichen Preis- und Größenklassen: den sehr kompakten Bestargot Pixel, den beliebten Skotti Grill und den komfortablen Burnhard Jones. Alle drei werden mit Gaskartuschen betrieben, kommen mit einer Tragetasche und lassen sich platzsparend transportieren. In der Praxis unterscheiden sie sich aber deutlich – beim Aufbau, beim Grillverhalten, bei der Reinigung und beim Packmaß.

Bestargot Pixel: Der Billigste

Bestargot Pixel Camping-Grill
Der ultra-kompakte Bestargot Pixel Camping-Grill

Der Bestargot Pixel ist der kleinste Grill im Vergleich und kostet ungefähr 50 Euro. Sein größter Vorteil ist sofort sichtbar: Das Packmaß ist winzig. Der Grill passt fast ins Handschuhfach, lässt sich leicht im Auto verstauen und wäre sogar für Rucksack, Fahrradtasche oder sehr kleines Campinggepäck denkbar.

Gerade für Minimalisten klingt das erstmal spannend. Der Pixel ist als 3-in-1-System gedacht und kann nicht nur mit Gas, sondern je nach Aufbau auch mit Kohle oder Holz genutzt werden. Für unseren Vergleich wurde er als Gasgrill getestet.

Aufbau vom Bestargot Pixel

Beim Aufbau zeigt sich schnell, dass das kleine Packmaß durch viele Einzelteile erzielt wird. Seitenteile, Standfuß, Auffangbereich und Gaseinsatz müssen in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt werden. Hilfreich ist dabei, die in die Tragetasche bzw. Unterlage gedruckte Aufbauanleitung.

Der Aufbau dauerte circa fünf Minuten, das ist spürbar länger als bei den anderen beiden Grills. Außerdem ist das Ganze etwas fummelig. Ein weiterer Punkt ist der Brenner. Er gehört zwar zum System, passt aber nicht richtig in die Tasche. Dadurch muss man beim Packen ein zusätzliches Teil im Blick behalten.

Grillfläche und Grillverhalten

Die Grillfläche ist sehr klein. Für ein bis zwei Würstchen reicht sie, ein Steak passt zwar theoretisch drauf, nimmt aber fast die komplette Fläche ein. Für mehrere Personen ist der Bestargot Pixel deshalb kaum geeignet.

Im Praxistest wurde vor allem die Hitzeverteilung zum Problem. In der Mitte wurde der Grill sehr heiß, während die Außenbereiche deutlich kühler blieben. Die Wurst war dadurch in der Mitte schnell stark angebrannt, an den Seiten aber noch nicht richtig fertig.

Selbst mit reduzierter Gaszufuhr ließ sich die Hitze nicht gut kontrollieren. Möglicherweise hätte eine andere Position des Brenners geholfen. Es gibt eine zweite weiter unten, dann ist der Brenner jedoch wieder recht weit vom Grillrost entfernt. Außerdem fehlt ein Tropfschutz für den Brenner, der die direkte Flamme abdecken und die Hitze verteilen würde. In unserem Test war das Ergebnis als Gasgrill daher nicht überzeugend.

Reinigung, Abbau und Transport

Bestargot Pixel Tragetasche
Die Bestargot Pixel Tragetasche ist klein und leicht.

Der Abbau ist grundsätzlich leichter, weil der Grill wieder in seine Einzelteile zerlegt wird. Da im Test nur wenig Grillgut auf dem Bestargot lag, war er auch nicht besonders stark verschmutzt.

Positiv ist das extrem kleine Packmaß. Der Bestargot Pixel lässt sich fast überall verstauen und nimmt kaum Platz weg. Für den Transport ist er damit klar der praktischste Grill im Vergleich.

Im Alltag bleibt aber die Frage, wie oft man ihn wirklich nutzen möchte. Für eine sehr einfache Notlösung oder für zwei Würstchen unterwegs kann er funktionieren. Wer regelmäßig grillen möchte, wird mit der kleinen Fläche und der ungleichmäßigen Hitzeverteilung wahrscheinlich nicht glücklich.

Skotti Grill: Der Allrounder

Skotti Grill Camping-Gasgrill
Der beliebte Skotti Camping-Gasgrill

Der Skotti Grill kostet ungefähr 170 Euro und gehört zu den bekanntesten steckbaren Camping-Grills. Er ist deutlich größer als der Bestargot Pixel, bleibt aber noch kompakt genug für Bulli, Camper oder kleines Wohnmobil.

Die Tragetasche kann auch hier als Unterlage genutzt werden. Praktisch ist außerdem, dass der Brenner direkt mit in die Tasche passt. Damit wirkt das System beim Transport deutlich runder als beim Bestargot.

Aufbau vom Skotti Grill

Der Skotti wird aus mehreren Edelstahlteilen zusammengesteckt. Boden, Seitenwände, Brenner, Abtropfschutz und Grillrost müssen in der richtigen Reihenfolge montiert werden. Wer das System kennt, kommt gut damit zurecht. Beim ersten Aufbau oder nach längerer Pause muss man aber kurz überlegen oder in die beigelegte Anleitung schauen.

Ganz ohne Fummelei geht es also nicht. Trotzdem war der Aufbau im Test mit circa drei Minuten schneller und angenehmer als beim Bestargot Pixel. Der Skotti wirkt stabiler, durchdachter und im Handling insgesamt intuitiver. Wer generell keine Lust auf Stecksysteme hat, könnte sich daran stören. Für gelegentliches Camping-Grillen ist der Aufwand aber gut vertretbar.

Grillfläche und Grillverhalten

Die Grillfläche reicht für zwei Personen oder eine kleine Familie gut aus. Ein Steak und zwei, drei Würstchen passen problemlos gleichzeitig drauf. Wenn nicht alles gleichzeitig fertig werden muss, kann man damit auch für mehr Personen gut auskommen.

Beim Grillen machte der Skotti einen sehr guten Eindruck. Er wurde schnell heiß, ließ sich besser regulieren als der Bestargot und lieferte ein gleichmäßigeres Ergebnis. Das Steak bekam eine schöne Bräunung, die Wurst wurde gut durch und sah am Ende gleichmäßig gebräunt aus.

Die Gasregulierung erfolgt auch hier über das kleine Rädchen am Kartuschenadapter. Das ist nicht perfekt, weil klare Stufen fehlen. Trotzdem ließ sich der Skotti im Test am besten kontrollieren. Vom Gefühl her war er der Grill, bei dem Hitze und Ergebnis am schnellsten zusammenpassten.

Reinigung, Abbau und Transport

Skotti Grill Tragetasche
Die Skotti Grill Tragetasche passt in jeden Bulli.

Der Abbau funktioniert noch einfacher als der Aufbau. Grillrost, Abtropfschutz, Brenner und Auffangbecken lassen sich einzeln herausnehmen. Das Auffangbecken hat im Test gut funktioniert und Fett sowie Rückstände zuverlässig gesammelt.

Die Edelstahlteile können grob abgewischt, abgespült und später zu Hause im Geschirrspüler gereinigt werden. Beim Camping reicht oft eine schnelle Vorreinigung mit Wasser, Bürste und Tuch.

Beim Transport ist der Skotti ein guter Mittelweg. Er ist mit drei Kilogramm nicht ultraleicht, aber noch kompakt genug, um ihn regelmäßig im Bulli dabeizuhaben. Für kurze Wege zum Strand oder auf dem Campingplatz ist er tragbar. Für längere Wanderungen wäre er uns zu schwer.

Insgesamt ist der Skotti der Grill, den man einfach immer mit im Campervan hat, weil er wenig stört und im Zweifel zuverlässig funktioniert. Auch Preis-Leistung stimmen hier. Er ist günstiger als der Burnhard, bietet aber mehr Grillfläche und eine deutlich bessere Qualität als der Bestargot.

Burnhard Jones: Der Komfortable

Burnhard Jones Camping-Grill
Burnhard Jones Camping-Grill zum Klappen

Der Burnhard Jones ist der größte Grill im Vergleich und kostet ungefähr 250 Euro. Er bringt zwei Brenner, zwei Grillroste und einen Deckel mit. Damit ist er klar auf mehr Fläche, mehr Leistung und mehr Komfort ausgelegt.

Für Camper mit wenig Stauraum ist er schon eine andere Hausnummer als der Skotti. Wer aber mit Familie unterwegs ist, regelmäßig grillt oder Freunde auf dem Campingplatz versorgen möchte, bekommt hier das umfangreichste Paket.

Aufbau vom Burnhard Jones

Der Burnhard Jones lässt sich deutlich komfortabler aufbauen, als die beiden kleineren Grills. Der Hauptkorpus besteht nicht aus vielen Einzelplatten, sondern wird aufgeklappt. Danach werden Boden, Brenner, Abtropfschutz und Grillroste eingesetzt.

Ganz ohne Einzelteile geht es auch hier nicht. Trotzdem fühlt sich der Aufbau weniger fummelig an. Man merkt, dass das System stärker auf schnelles Aufklappen und Einsetzen ausgelegt ist. Damit ging der Aufbau mit circa zweieinhalb Minuten noch etwas schneller, als beim Skotti.

Besonders praktisch ist der mitgelieferte Deckel. Für den direkten Vergleich wurde ohne Deckel gegrillt, weil die anderen beiden Grills im Test ebenfalls ohne Deckel genutzt wurden. Im Campingalltag ist der Deckel zwar ein klarer Vorteil, etwa wenn Speisen gleichmäßiger garen sollen oder man mit indirekter Hitze arbeiten möchte. Allerdings ist er auch etwas unhandlich und kann aufgrund des fehlenden Handgriffs beim Grillen nur mit dem beiliegenden Multitool geöffnet und geschlossen werden – auch eine Temperaturanzeige fehlt.

Grillfläche und Grillverhalten

Der Burnhard Jones bietet mit zwei Grillrosten und zwei Brennern deutlich mehr Fläche als Bestargot und Skotti. Im Test wurde aus praktischen Gründen nur eine Gaskartusche angeschlossen. Dadurch lief der Grill eher wie sein kleiner Bruder Burnhard Jones Jr., der nur über einen Brenner verfügt.

Trotzdem zeigte der Jones ein gutes Ergebnis. Die Wurst wurde gleichmäßig braun und sah am Ende sogar besonders gut aus. Das Steak brauchte etwas länger, kam aber ebenfalls gut vom Grill.

Mit zwei aktiven Brennern dürfte der Jones schneller auf Temperatur kommen und seine Fläche besser ausspielen. Dazu kommt der Deckel, der für mehr Hitze sorgen würde. Für größere Mengen ist der Burnhard Jones klar am stärksten aufgestellt.

Reinigung, Abbau und Transport

Burnhard Jones Tragetasche
Die Burnhard Jones Tragetasche ist praktisch, aber groß.

Die Reinigung ist beim Burnhard Jones gut gelöst. Die Grillroste lassen sich mit dem passenden Multitool herausnehmen und grob reinigen. Die Brenner sind geschützt und wurden im Test kaum verschmutzt. Das Auffangbecken sammelt Fett und Rückstände zuverlässig.

Alle Teile bestehen aus Edelstahl und können später gründlich gereinigt werden. Für unterwegs reicht zunächst eine grobe Reinigung mit etwas Spülwasser, Bürste und Tuch. Besonders praktisch ist, dass die Teile nach dem Abbau im Deckel verstaut werden können. Danach wird der Grillkorpus zusammengefaltet und in die Tasche gepackt.

Beim Transport ist der Burnhard Jones der größte und mit über sieben Kilogramm schwerste Grill im Vergleich. Er passt gut auf den Heckauszug oder in die Schublade unter der Rückbank vom VW California, braucht aber deutlich mehr Platz als der Skotti. Für den spontanen Kurztrip ist er weniger praktisch. Für längere Aufenthalte, Familienurlaube oder regelmäßiges Grillen auf dem Campingplatz ist er jedoch die beste Wahl.

Preis-Leistung stimmt hier auch, gerade wenn man ihn im Angebot teils kaum teurer als den Skotti findet. Daher lohnt es sich immer, nach Aktionen und Gutscheinen Ausschau zu halten.

Burnhard Jones Jr.: Der heimliche Favorit

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Der Burnhard Jones Jr. ist unser heimlicher Favorit, wenn es um den besten Kompromiss für unterwegs geht – auch wenn er in diesem direkten Vergleich nicht mehr dabei war, da wir ihn zuvor in der Community verlost haben.

Er ist kompakter als der große Burnhard Jones, bietet aber trotzdem das praktische Klappsystem, das den Aufbau deutlich angenehmer macht als bei vielen klassischen Steckgrills. Für Paare, kleine Familien oder alle, die im Bulli nicht unnötig viel Stauraum opfern möchten, ist er deshalb besonders interessant. Mit einem Brenner reicht er für den typischen Campingalltag völlig aus, bleibt aber deutlich komfortabler als sehr kleine Notlösungen.

Auch die durchdachte Tasche spricht für ihn, vor allem wenn der Grill nicht nur im Camper, sondern auch mal auf dem Fahrrad oder für einen Ausflug mitgenommen werden soll. Wer regelmäßig grillen möchte, aber keinen großen Familiengrill braucht, findet im Burnhard Jones Junior vielleicht genau die richtige Mitte.

Welcher Camping-Grill passt zu wem?

Die Camping-Grills richten sich an sehr unterschiedliche Camper und bieten verschiedene Vor- und Nachteile.

NamePreisGewichtMaßeGrillflächeEignung
Bestargot Pixelca. 50 Euroca. 1,9 Kiloaufgebaut ca. 24 × 16 × 26 cm; Packmaß: ca. 24 × 16 × 5 cmca. 20 × 15Solo-Camper, Notlösung, Wander- & Radtouren
Skotti Grillca. 170 Euroca. 3 Kilo ohne Tasche, ca. 3,3 Kilo mit Tascheaufgebaut 33,6 × 21,9 × 17,6 cm; Packmaß: 45 × 30 × 3,5 cm30,4 × 21 cm2–4 Personen, Paare, kleine Familien
Burnhard Jonesca. 250 Euroca. 7,3 Kilo mit Deckelaufgebaut ca. 43 × 32 × 21 cm; Packmaß ca. 43 × 32 × 8,5 cm38 × 28 cmFamilien, kleine Gruppen, häufiges Grillen
Burnhard Jones Jr. ca. 160 EuroCa. 4,4 Kilo mit Deckelaufgebaut ca. 27,5 cm × 33 cm × 23 cm;
Packmaß: 33 × 23 × 8,5 cm
28 × 19 cm2–3 Personen, Paare, kleine Familien, Radtouren

Der Bestargot Pixel punktet fast ausschließlich beim Packmaß. Er ist extrem klein, leicht zu verstauen und günstig. Beim Grillen konnte er im Test aber nicht überzeugen. Die Hitzeverteilung war zu ungleichmäßig, die Regulierung schwierig und die Grillfläche sehr klein. Für eine einfache Notlösung kann er reichen. Für regelmäßiges Grillen würden wir ihn nicht wählen.

Der Skotti Grill ist der beste Allrounder im Vergleich. Er ist kompakt genug für Bulli und Camper, bietet aber ausreichend Grillfläche für zwei Personen oder eine kleine Familie. Der Aufbau ist etwas fummelig, aber gut machbar. Beim Grillen überzeugte er mit guter Hitze, ordentlicher Kontrolle und einem starken Ergebnis.

Camping Gasgrills in Tragetaschen
Der Größenunterschied der Camping-Gasgrills in ihren Tragetaschen

Der Burnhard Jones ist die beste Wahl für alle, die mehr Platz brauchen. Familien, kleine Gruppen oder Camper, die im Sommer häufig grillen, bekommen hier den meisten Komfort. Zwei Brenner, viel Grillfläche, Deckel und ein gut durchdachtes Klappsystem machen ihn zum stärksten Grill im Vergleich. Dafür ist er größer, schwerer und nimmt mehr Stauraum ein. Wer das Klappsystem will, aber weniger Grillfläche braucht, dem empfehlen wir den Burnhard Jones Jr. als kompakte Alternative.

Wenn wir spontan einen Grill für den nächsten Bulli-Trip einpacken würden, wäre es wahrscheinlich der Skotti. Er ist kompakt, zuverlässig und schnell dabei. Wenn klar ist, dass viel gegrillt wird oder mehrere Personen mitessen, wäre der Burnhard Jones unsere Wahl.

Besonders spannend ist außerdem der Burnhard Jones Jr., denn er war in diesem direkten Vergleich nicht mehr dabei, könnte aber für viele Camper die ideale Mitte sein. Er ist kompakter als der große Jones, weniger fummelig als der Skotti und deutlich hochwertiger als der Bestargot.


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